Ein Trauma stellt ein als lebensbedrohlich empfundenes Ereignis dar, das individuell unterschiedlich wahrgenommen wird. So kann bereits ein Sturz zu einem Trauma führen, wie auch Unfälle, Erlebnisse aus der Kindheit (z. B. kurzzeitiges Alleinlassen von Kindern), und natürlich Gewalterfahrungen jeder Art (psychisch, körperlich, sexualisiert etc.), Krieg und Katastrophen,...

Durch diese tiefgreifende negative Erfahrung wird unser Körper in einen sogenannten Fluchtmodus versetzt: Ich möchte fliehen, kann aber nicht, da ich daran gehindert werde. Zur Verdeutlichung ein Beispiel aus der Tierwelt: Ein Raubtier jagt ein Kaninchen. Sobald dieses keine Möglichkeit mehr zur Flucht hat, fällt es in eine sogenannte Starre. Vielleicht hat das Kaninchen Glück und das Raubtier lässt von ihm ab - damit schaltet es in den "Überlebensmodus" und baut die Spannung über den Körper ab, nämlich indem es anfängt zu zittern.
Ein sehr anschauliches Video, wie ein Eisbär in freier Wildbahn nach einer Narkose "abreagiert", findet sich hier: https://www.youtube.com/watch?v=eT4060GeodI (am 08.05.2017).


Leider haben wir Menschen diese Möglichkeit zum Spannungsabbau nicht. Wir bleiben im Trauma sozusagen stecken. Unsere Psyche hilft sich, indem sie das Geschehene z. B. immer wieder Revue passieren lässt, es ist keine Entspannung in der Gegenwart mehr möglich (da wir immer im "Fluchtmodus" sind). Dieser Prozess verselbständigt sich: es entstehen neue Verknüpfungen im Gehirn, z. B. indem Sinneseindrücke, die während des traumatischen Ereignisses wahrgenommen wurden, später unbewusste Erinnerungen an das Trauma auslösen. Dies nennt man "Trigger" und sie können zum Wiedererleben des Traumas (= Flashbacks) führen, sowie auch (bei Nichterinnerung an das ursprüngliche Ereignis = Amnesie) negative Gefühle / Abwehrreaktionen hervorrufen. Diese verknüpfen sich weiter, man befindent sich in einer Endlosschleife.

Bei schlimmen traumatischen Erfahrungen, v. a. wenn sie in der frühen Kindheit erlebt wurden, erinnern wir uns u. U. nicht an das Ereignis. Dies tragen wir vielleicht jahrzehntelang mit uns herum. Wir verstehen uns selbst nicht, fühlen uns wie ausgegrenzt oder einfach anders. Vielleicht gibt es bestimmte Muster und Erfahrungen, die wir immer wieder durchleben, gepaart mit (unerklärlichen) körperlichen Symptomen, wie Schmerzen. 

Zudem bleiben wir entwicklungspsychologisch in dem Alter haften, in welchem das Trauma geschehen ist. So kann es mir z.B. schwerfallen, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen oder ich reagiere in bestimmten Situationen abwehrend, bin nicht in der Lage, eine Lösung zu finden etc. 

Somit wären Ziele in der Traumatherapie,

die versäumten Entwicklungsschritte nachzuholen (das dauert nicht so nicht lang, wie in der ursprünglichen Entwicklung, sondern kann recht schnell erfolgen)
Sicherheit und Kontrolle zu erfahren und bewahren
Spannungen im Zusammenhang mit dem Trauma abzubauen
die Endlosschleife der Retraumatisierung durchbrechen
Vermeidung von Flashbacks
mich selbst zu lieben und für mich zu sorgen
ggf. Ursachen aufzudecken und Zusammenhänge zu verstehen (bei Amnesien - nur, wenn ich stabil genug bin)
Stabilisierung in sozialen Beziehungen (Familie, Freunde, Partnerschaft, Arbeitskollegen etc.) erreichen

Wichtig in der Traumatherapie ist das Vorhandensein von stabilen Ressourcen. Sobald diese gefestigt sind, könnte man weiter daran arbeiten, die abhanden gekommene Sicherheit herzustellen und ggf. mit Hypnose zu festigen. Ob Sie oder Ihr Kind dafür geeignet sind, in Hypnose (HypnoKids® für Kinder / Jugendliche) therapiert zu werden, kläre ich im Vorgespräch mit Ihnen ab. 

 

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Panda Praxis für Psychotherapie Anna Zerhusen

Psychotherapeutische Heilpraktikerin
Heilhypnose, Kinder / Jugendliche, Traumatherapie

Sadeckistraße 19
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Tel: 02362-7852816
Mobil: 0176-24718373
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